Es gibt ein Schweigen;
abgrundtief,
in dem Ertrinken
Freiheit erstickt.
Es gibt dies` Nichts,
das alles verschlingt.
Vergessenes sein lässt,
ohne erlöst zu sein.
Es wühlt
und kommt im toten Schweigen
nie zur Ruh`.


Es gibt ein Schweigen,
das der Abgrund ist.
Das stille Wort,
woher es kam,
steigt auf von Hier
ganz wundersam.
Erweckt die Stummen,
Tauben Lahmen.
Durchschneidet alle
Drohgebärdigen Klebelügenfallen - den
Bänder deiner Stimme.
Einst gelähmt und voller Scham.
Dein klarschweigendsprechend Wort
verspricht Entbindung pur.
Aus Wahrheitstiefstemschweigensklang,
der nicht in Ausweglosigkeit
und Schweigensbann,
verklebt, getäuscht, gebunden war.
Zwar sinkt von hier ins Leere, Echte,
alles,
scheinbar nur.
Doch.
Lässt er auch dich auferstehen
und jene die nun mit dir gehen
und endlich -
alle Siegel brechen.
Aus Totenbetten,
Lügenslagern
und unsichtbaren Folterkammern
steigt Rauch.
Das Richtige brennt nun lichterloh
Auf allen Scheiterhaufen der Wahrheit,
in allen Kaminen der Vernichtung...
wo die Berge der nackten,
mageren Toten und ihrer Kinder einst lagen,
wachsen bald zartgrüne Pflanzen;
ich kann sie schon sehen.
So brennen alle Zimmer der Gewalt,
Vernichtung, Lüge, Täuschung, Scham
und aller alter Plagen
in diesem Stilleschweigenwahrheitswort.
Hier spiegelt Nichts
als Das,
was in allem gewürdigten,
verdauten, erlösten Vergessen,
erinnernde, pure, lebendige Vergebung
Selbst verständlich sprechend gibt.
In tiefer, respektvoller Verneigung
vor allen,
die vor dir waren,
vor dem Großen,
nicht Verstehbaren,
wie still erlöst versprochen ist.
Das tote Schweigen jedoch,
legst du beherzt,
voll demütiger Kraft
in die missbräuchlichen, irrtümlichen Betten
aller uneinsichtigen Toten.
Streckst deinen Rücken.
Erhebst dich.
Öffnest deinen Mund,
wie zum ersten Atemzug.
Drehst dich um
und schaust
sehendsprechendtäuschungsleerundwürdevoll …
in dein Leben.

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