Transkript einer Video Aufzeichnung eines Online Treffens "Essenz & Sein"

Zeitqualität und der Natürliche Zustand- Nichts Neues unter der Sonne

Je mehr der natürliche Zustand übernimmt, desto mehr Regulation und Ordnung kommt in dich und in dein Leben.
Ich bin gebeten worden, über die momentane Zeitqualität zu sprechen und da kommt einfach nichts.
Ich kann diese ganze Hysterie und diese ganze Geschichte um irgendwas... ich kann das nicht bedienen und ich will auch nicht.

Es macht überhaupt keinen Sinn, denn es gibt nichts Neues unter der Sonne. Seit über 20 Jahren, seit ich dies beobachte schon nicht.

Es ist langweilig, Seele aufessend und Kräfte raubend, sich damit länger zu beschräftigen, diese Glaubensmuster zu nähren oder sich darin zu verstricken.
Es führt nirgendwohin, nur weg von Euch.
Es stiftet Verwirrung und lässt euch abheben, eure kraftvolle Erdung verlieren oder gar nicht erst entstehen.
Euch in eine verwirrende Peripherie taumeln von dubiosen Glaubensvorstellungen und Ideen, die nichts mit Wahrheit und Wirklichkeit zu tun haben müssen.
Bestenfalls sind es Interpretationen anderer Menschen mit ihren geistigen Welten, Vorstellungen, prophetische Aussagen, in welcher Qualität auch immer.
Erst mal abwarten und Tee trinken.
HIer sein.
Wissen, wer du wirklich bist.
Ressourcen kennen und nutzen.
Punkt.
Alles andere kostet euch Stabilität, Klarheit und euren Frieden.
Und das ist es nicht wert.
Nichts ist das wert.
Glaubt das alles nicht, wenn ihr könnt.
Vor allem nicht, wenn es euch Angst macht und unruhig.

Einfachheit, auf die kommt es an, wenn es überhaupt auf etwas ankommt.
Die Qualität von der ich spreche, ist wesentlich.
Denn sie spiegelt im Erleben friedvolle Leere, bedingungslose Liebe, echte Gleichgültigkeit, Freiheit inmitten lebendigen Lebens und tiefe Stabilität und Klarheit.

Die Einfachheit des Natürlichen Zustands.
Wenn er übernimmt, wenn die Einfachheit, die Klarheit, die Leere, die Stille, die Lebendigkeit, der Frieden, die Natürlichkeit, die Kraft, die Intelligenz, die du bist, übernimmt und du einfach nur deckungsgleich mit dem, wie es ist, mit dem, was du willst, mit dem, was du fühlst, mit dem, wie du denkst... wenn du damit bist und wenn die Abläufe im Körper-Geist-System ablaufen dürfen ohne Widerstand in dieser Wachheit, in diesem Schauen, als dieses Schauen, das ist eigentlich schon alles. Mehr braucht es nicht. Denn dieser Innere Friede unter allen Umständen ist irreversibel und setzt kraftvolle, ordnende Regulative in Gang. Innen, wie Außen. Ganz von Selbst.

Obwohl es so normal klingt, ist es doch was sehr Erdendes und was sehr Klares und was sehr auf den Punkt bringt und was euch wirklich in die Stabilität bringt.
Nur das zählt. Nicht die Energiequalitäten, nicht die Zeitqualität.
Ich würde euch empfehlen, euch damit nicht mehr zu beschäftigen.
Sondern in Dem zu ruhen, was jenseits davon ist und was einfach immer Hier ist.
Gegenwärtig.
Also nichts Abgehobenes und nichts megaspektakuläres, sondern Das, was dieser Moment ist, Das, was schaut und Das ist jetzt schon da.
Und Das ist völlig unabhängig von Zeitqualität.
Es ist ihm ehrlich gesagt ganz egal. Es spielt keine Rolle.
Das Wesentlichste ist es, hier zu sein.
Und aus diesem Wesentlichen schöpft sich sowieso alles und wird sowieso alles empfangen, was jetzt wichtig ist und zeigen sich sowieso alle Optionen.
Ja, auch neue Möglichkeiten, die vielleicht vorher noch nicht da waren, bzw. nicht gesehen werden konnten.
Neue Handlungsspielräume, die sich auftun.
Das kriegst du mit oder ihr kriegt es mit, wenn ihr hier seid, wenn ihr in dieser Einfachheit hier seid.
Wenn das geht.
Denn es ist Gnade HIer zu sein.
Einfachheit zu schmecken.
Diese.
Und dann ausprobiert, was an Möglichkeiten hier ist. So ist das eine ständige Erneuerung, eine ständige lebendige Erneuerung, aber ohne auf eine Lineare, auf einen Zug aufzuspringen.

Ich habe den Eindruck, dass das alles immer wahnsinniger wird, immer schwieriger wird und egal, wo ich hingucke, es ist so eine Verdichtung und es wird immer schräger. Ich kann es nur so ausdrücken. Es wird immer schräger.
Bleib in Dem, was schaut.
Bleib als Das, was schaut Hier und als Das, was schaut, sieht, dass es schräger wird, als Das, was schaut, sieht, wie die Dinge sich verschieben und welche Verrücktheiten da sind.
Vielleicht zeigen sich auch einfach nur alle Dinge, die so verrückt sind ja und dadurch, dass ihr es sehen könnt und dadurch, dass der Blick klarer wird und dass die Präsenz größer wird und die Verwurzelung in der Gegenwärtigkeit in der Wirklichkeit sich mehr und mehr erdet oder ausbildet... vielleicht ist es einfach nur so, dass man dieses ganze Ausmaß nur einfach viel deutlicher wahrnimmt und sieht.
Vielleicht war das ja schon immer so und ich vermute, dass es schon immer so war. Aber es wird deutlicher gesehen. Es wird einfach nur gesehen, wie schräg das alles ist und wie dieses Gerenne und Gehetze und Gedränge und diese Unnatürlichkeit, egal, wo man hinschaut... es ist alles scheinbar so hochgebildet.
Ob ich jetzt in die Esoterik schaue oder in die Psychologie , in den Coachingbereich, oder die Traumatherapie, egal in welche Szene, alle sind so hochgebildet und gleichzeitig habe ich das Gefühl, das ist so leer, das ist so substanzlos diese Felder. Alle wissen schon alles.
Scheinbar.
Ich habe eher das Gefühl, es geht um Entbildung. Es sind so viele neue Identitäten, die sich da aufbauen und es fühlt sich so hüllenmäßig an, es fühlt sich so unangenehm an und es fühlt sich an, als wenn man Glück hat, wenn man sich nur noch auf diese Einfachheit besinnen kann und Hier zu Hause ist.
Ja es ist Luxus was HIer für euch und für uns geschehen kann.
Weit ab vom Mainstream. Wie auf einem anderen Planeten. Doch mittendrin. Und so geerdet, so schlicht. So ganz du selbst.

Ja, so dass Ihr wirklich Hier wurzelt und wirklich Hier Kraft tankt und wirklich Hier den Frieden findet und die Ressourcen entdeckt, um dem Leben zu begegnen.
Und das ist aber alles Hier.

Das ist alles Gegenwärtigkeit.
Und noch mal ein ganz anderes Jetzt als alle denken.
Denn dieses Jetzt ist zeitllos.
Doch mit der Gegenwart anzufangen ist schon mal ein kleiner Anfang.
Und mit dem Körper anzufangen ist ein weiterer, kleiner Anfang, denn er ist immer gegenwärtig.
Ebenso dein Atem.

Das ist nicht in der wievielten Dimension, das ist nicht in irgendeiner Göttlichkeit, das ist nicht in irgendeinem Himmel oder in irgendeinem Paradies.
Das ist hier in dieser totalen Einfachheit und in dem totalen Menschsein.
Natürlich ist es schön, sich Dinge anzueignen oder zu lernen, aber wir lernen ja sowieso in jedem Moment.
Aber es geht nicht drum, eine neue Identität aufzubauen.
Es geht drum, zu werden, wer du bist, wer du sein willst, was für Anlagen in dir sind. Es geht drum, dieses Ebenbild, das du ja schon bist, Dem Raum zu geben, dass es sich gut und ganz natürlich entfaltet. Das geht am Besten in dieser Einfachheit. Dafür braucht‘s überhaupt nichts speziell Besonderes. Es braucht Raum, es braucht Wahrheit, es braucht Licht, es braucht Erdung, es braucht dieses gewässert Werden, ja, dieses genährt Werden in einem einfachen schlichten natürlichen Rahmen. Und dann... meiner Ansicht nach kann der Mensch erblühen oder sich entwickeln und entfalten in seinem Wesen und wirklich sich und dem Ganzen dienen, ja, oder einfach leben, aber ohne irgendwelche, wirklich ohne irgendwelche seltsamen Konzepte.
Ich weiß, dass ich da immer wieder rein stechen werde, wenn ihr mit sowas zu mir kommt, geht nicht anders. Es bleibt ja dann noch mal offen, ob es auch was nützt, aber ich werde da immer wieder rein stechen, wenn ich merke, in welche Richtung sich das Ganze aufbauscht, die ganze Szene und auch die Frage nach der Zeitqualität.
Beschäftigt ihr euch zu stark nebenbei mit solchen Themen, ist die Suche nicht wirklich zu Ende.
Wenn ihr glaubt, dem so eine große Bedeutung beimessen zu müssen.
Es ist höchstens Spielerei, eine Ablenkung, so als ob ihr über eure FB Timeline scrollt oder Nachrichten schaut, oder Zeitung lest, wenn das überhaupt noch jemand macht, heutzutage bei dem ganzen Irrsinn.

Geht raus aus der Idee, dass es was Besonderes ist und kommt.
Noch mal, es gibt nichts Neues unter der Sonne.
Nur Er Wartungsschleifen.

Geh raus aus der Idee, dass du Jemand Besonder wärst.
Das bist du nicht.
Geht raus aus der Idee, dass jetzt irgendwas ganz ganz Besonderes passieren wird und muss und soll und geht einfach raus aus diesem ganzen Wirrwarr und aus diesen ganzen Channelings und aus diesem ganzen Kram.
Es gibt da seit über 20 Jahren nichts Neues unter der Sonne. Immer das gleiche Hamsterrad. Lasst das einfach mal wegfallen und seid einfach nur hier.
Seid einfach nur hier.
Mit dem, wie es ist.
Schaut, welche Optionen da sind, schaut, was sich entfalten möchte, was ich zeigen möchte, was es zu fühlen gilt, was sich da reguliert von selbst, ganz von selbst. Manchmal ist es angenehm, manchmal ist es sehr unangenehm, manchmal stellt uns das Leben einfach in Situationen, die nicht so geplant sind.
So ist lebendiges Leben.
Es ist immer auch das Unfassbare dabei, es ist immer das Unberechenbare dabei und sonst gibt's nichts zu wissen.
Es braucht nichts gewusst werden, wirklich nichts.

Die Gegenwärtigkeit, der Körper, der Schoßraum, die Basis, die Verwurzelung, das nach innen Fallen, das nach innen gewandt Sein, sich der Wirklichkeit öffnen oder, je nachdem, wie du es erleben kannst, sich da hinein sinken lassen in die Nichtexistenz, in die Formlosigkeit und dann hier sein.

Gegenwärtig, spüren, sitzen und entdecken, dass dieses Einfache genug ist.
Jetzt hier sitzen bedeutet, jetzt hier sitzen.
Nichts weiter.
Zu entdecken, Das zu sein, was schaut und hier sitzt.
Es zu entdecken, Das zu sein, was schaut.
Und Dem mal Raum zu geben.
Wirklich das Einfache.
Total deckungsgleich mit dem, was gerade passiert und was du gerade machst oder was gerade einfach dran ist, was gerade ansteht.
Mach das total.
Sitz jetzt total hier, liege total auf der Couch, liege total im Bett, sitz total am Schreibtisch, gehe total spazieren, denke total über ein Thema nach, öffne dich total für die Hingabe, schreib total ein Gedicht oder lese oder male.
Mach es total.
Mit jeder Faser.

Fülle jeden Millimeter deines Alltags, deines Daseins aus mit deiner Präsenz, mit Dem, was schaut, mit der Kraft, mit der Qualität des Friedens, der Stille, dieser köstlichen Leere. 

Wenn du total hier bist, dann es ist leer, dann ist es still, dann ist es total friedvoll, dann spürst du die Zeitqualität, dann spürst du die innere Qualität, dann spürst du die Umgebung, du riechst, du schmeckst, du nimmst es wahr, du bist es dann, ja du wirst zu diesem Moment und es gibt nur diesen Moment.
Es gibt nichts anderes und dieser Moment, der kann alles beinhalten.
Dieser Moment beinhaltet das ganze Universum.
Nur daß es kein Körper aushalten würde, das ganze Universum in diesem Moment zu fühlen, obwohl das alles schon enthalten ist, aber es würde niemand aushalten.
Und manchmal halten wir’s ja gerade aus, Erinnerungen, die aus der Kindheit z. B. in diesen Moment gespült werden... überhaupt dem zu begegnen, dafür brauchen wir die ganze Präsenz.

Das ist die Zeitqualität, die dann hier ist.
Alle Zeiten fallen auf einen Punkt zusammen und komm hierher.
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, alles entleert sich hier, alles schöpft aus dir.
Das Ganze schöpft aus dir.
Der Moment erschöpft sich in dir und durch dich.
Da fließt das, was hier an Inhalten sich zeigt, strandet ins Leere, fließt zurück, löst sich auf in der Ewigkeit, wie auch immer man das nennt oder nennen mag oder erlebt.
Das gibt ja auch da unterschiedliche Arten, das zu erleben und zu beschreiben.
Auch das ist nichts Statisches, auch das ist nichts Vorgezeichnetes, es muss jetzt so und so gehen, ich mache jetzt Schritt A, Schritt B und Schritt C und dann passiert das und das.

Es ist nicht berechenbar. Die Zeitqualität ist immer anders. Das kann kippen von jetzt auf gleich. Es kann wieder zurückkippen, das kann in etwas ganz anderes kippen. Plötzlich zeigt sich was ganz anderes. Es ist nicht berechenbar. Wenn wir mal davon ausgehen, dass es angelegt ist und sowieso kommt, was kommt und wir nur hier sein müssen, erleben wir, was da ist, wir erleben die Zeitqualität, wir erleben die Energiequalität, wir erleben das, was der Moment ist.

Ich bin dieser Moment total.

Und der führt nirgendwo hin.
Der ist Hier und bleibt Hier.
Der entleert sich.
Dieser Moment führt nirgendwo hin.
Er bleibt ewig leer zurück mit dir ohne dich.

Es gibt nur diesen Moment.
Der natürliche Zustand geht keinen Millimeter vorwärts.
Still stehen wie ein Baum, still stehen, ganz verwurzelt in die Wirklichkeit, in die Präsenz.
Das, was schaut.
Das, was schaut, weiß nichts. Ist so leer und so voller Frieden und so voller Hingabe, bzw. ist Hingabe selbst, ist Akzeptanz selbst, dass es die Qualität, die erscheint, die Energiequalität, Zeitqualität, die momentane Qualität entdeckt, erlebt, schmeckt, fühlt, denkt.
Es kommt dir so nah, obwohl es dich in Wahrheit nicht berührt, kommt‘s dir doch so nah, dass es dich total nimmt und das meine ich mit Totalität.

Und dann weißt du, welche Zeitqualität ist und dann weißt du, welche momentane Qualität in dir herrscht und was gerade dein Leben ausmacht. Die anderen gibt's hier nicht, es sei denn, du liest etwas darüber oder irgendjemand erzählt dir seine Geschichte da drüber, aber wenn du ganz genau hinschaust, es findet einfach nicht statt, es existiert gar nicht für dich.
Es existiert nicht für dich.
Und wenn es dich nicht berührt, existiert’s schon erst recht nicht für dich. Das, was für dich wahr ist in diesem Moment.
Mehr gibt es nicht.
Die Qualität, die jetzt hier ist, mit allem, was dann eben dazugehört.

Mit allem, was dann dieser Moment beinhaltet, bzw. was sich daraus entfaltet.
Nur das. Mehr gibt es nicht. Wenn sich darin die Zukunft und die Vergangenheit auf einen Punkt... wenn das zerrinnt in diesem Moment und fühlbar wird und erkannt werden kann, dann kommt da was nach Hause, dann transzendierst du die Qualität oder die Energetik, die sozusagen aus der Zukunft der Vergangenheit auftaucht.
Oder aus der vergangenen Zukunft.
Weil es die Zeit in dieser linearen Ebene nicht gibt.
Das ist Teil der Konditionierung, die von A nach B denkt und denkt, hier eine Lösung zu finden oder ein Ziel zu erreichen.
Das gibt es ja nicht.
Deshalb gibt es ja auf der Ebene kein Ankommen, weil du ja schon hier bist.

Und in dieser Vertikalen, in der Gegenwärtigkeit, bist du Das, was jetzt hier ist.

Und wenn hier gerade nichts ist, außer nur Sitzen, außer nur Schauen, dann ist das alles, was es gibt. Und irgendwann kann das der Kopf auch aushalten und kommt zur Ruhe und genießt diese Leere, genießt diesen Frieden.

Und je mehr diese Qualität als die natürliche realisiert wird, desto automatischer reguliert sich das Nervensystem, automatisch reguliert sich die Psyche, automatisch läuft ständig irgendwas ab und es entfaltet sich etwas, es entfernt sich was, es ist ein ständiger alchemistischer Prozess, der dann stattfindet. Ganz automatisch. Aber nicht, um irgendwohin zu kommen, sondern um in der Gegenwärtigkeit dir den Raum zu schenken, zu entfalten, zu erblühen, die zu sein, die du bist. Und dafür sind oft Regulationen notwendig, weil eben ganz viel in diesen Systemen auch gespeichert ist, was eben oft das komplette Gegenteil erzählt hat von dem, was wahr ist für dich. Und von daher scheint sich das alles so zu verändern und scheint sich so stark zu entladen, aber die Wahrheit ist einfach nur, daß der natürliche Zustand sich mehr und mehr realisiert und dadurch der ganz natürliche Vorgang der Heilung, also der Regulation automatisch einsetzt.
Und am Ende, das es nicht gibt, bleibst du übrig, also in jedem Moment bleibst du übrig, ein Stück weit mehr als die, die du bist oder als der, der du bist, obwohl du’s vorher ja auch schon warst.

Wenns klick macht, am Ende
bleibt der Anfang übrig.
Der Einzige.
Ewige.


Und trotzdem ist es spürbarer, klarer, sicherer, stabiler. ... Reicht es aus, einfach nur hier zu sein?
Ja. Ja, es reicht aus. Weil das der Anfang ist. Und das Leben entfaltet sich ganz automatisch. Genau so. Immer folgerichtig.

Alles, was auf der medialen Ebene an geistiger Heilung manipuliert, gemacht, geschraubt, getan wird, kann niemals diese Wirkung haben, wie die Regulation aus dem natürlichen Zustand. Und ihr werdet es auch merken, daß egal, wieviel ihr schon gemacht habt, egal, wieviel Reikiübertragungen, egal, wieviel Karmaauflösungen, egal, wieviel Chakrenreinigungen, egal, egal, egal... es wird euch nichts helfen.
Wenn der natürliche Zustand übernimmt, wird sich das in einer Art und Weise regulieren, daß die menschengemachten, medialen, heilerischen Konzepte... die haben darauf keinen Zugriff.

Energetisch ist es wie, als wenn ihr einen Kieselstein in den Grand Canyon werfen würdet oder einen Tropfen Wasser in den Niagarafall.

Von daher ist es wirklich so unvorstellbar und so lächerlich, wenn es gesehen wird, was da an Kraft, was da an Ordnung wirkt und zwar von ganz alleine. Niemand, der es macht. Ihr seid nicht angewiesen auf einen Heiler.
Ihr seid nicht angewiesen auf irgendjemand, der irgendwas herstellen muß. Ihr seid nicht angewiesen. Das Einzige, was es braucht evtl., wenn es heftig ist und wenn es schwierig wird energetisch und vom Nervensystem, ist, daß jemand mit euch präsent ist oder als Präsenz hier ist.

Aber das hat nichts mit Energieschickerei zu tun. Nichts mit der geistigen Welt.
Es hat nichts mit ‚das löst sich jetzt auf‘ zu tun.
Es löst sich in Wahrheit nicht auf. Glaubt mir, ich habe 193000 Karmaauflösungen gemacht. Es ist nichts passiert. Ich kann euch das nur sagen, ihr könnt es für euch überprüfen oder ihr könnt auch es glauben oder nicht. Es ist einfach nur, daß niemand, der sich dafür hält, irgendetwas für euch tun kann. Auch wenn es vielleicht momentan so aussieht. Aber in Wahrheit, sobald der natürliche Zustand übernimmt, fällt alles da rein.
Und so war es bei mir.
In Wirklichkeit hat nichts geholfen, niemand konnte helfen, denn alle Energien verpuffen Hier, da es keine Energie in diesem Sinne ist.
Es ist Das, was Energie ist.
Die Grundlage von Allem was ist.
Ich hätte es mir so gwünscht, dass irgendwas hilft, das könnt ihr mir glauben.
(Oder auch nicht... )

Doch es war alles von Anfang an schon von höchster Hand geführt, um mal in einem mystischen Bild zu sprechen.

Und dann läuft es über diese höchste oder über diese zugrundeliegende Instanz.
Und das ist dann wirklich die Ordnung, die sich herstellt und zwar von ganz allein, nicht menschengemacht. Das ist der Unterschied.

Darauf will ich hinaus. Jeder muß seinen eigenen Lernweg damit finden. Und auch die, die in diese heilerische Richtung gehen... ich habe relativ schnell gemerkt, daß es nicht geht, daß es nicht funktioniert, daß die Fähigkeiten da sind, aber daß es nicht funktioniert. Und es hat mich so schnell und so gnadenlos an meine Grenzen geführt und ich bin heute so dankbar dafür, daß dieser ganze Firlefanz so schnell aufgehört hat. Ich habe vorletzte Woche ein Interview gegeben und da habe ich das tatsächlich so formuliert, daß ich tatsächlich im Rückblick ein echtes Leidempfinden entdeckt oder realisiert habe ab dem Moment, wo ich in die angeblich spirituelle oder esoterische Szene geworfen wurde.
Ab da wurde es wirklich schwierig.(Lacht)
Weil da so viele Leidfaktoren mit verbunden sind und so viele Fallstricke und wenn man durch diesen ganzen Irrgarten durch ist oder es spuckt einen wieder aus oder es lässt einen auf ganzer Linie scheitern... es bringt einen so richtig an die Grenzen, um einem zu zeigen, wo der Platz ist, wo man in diesem Universum als dieses winzige Sandkörnchen seinen Platz hat.

So ernüchternd. Der natürliche Zustand braucht nichts von all dem. Nichts, nichts, nichts.
Keine Erwachensübungen, keine ICH BIN Übungen, noch nicht mal Gebet, weil er Gebet ist.
Noch nicht mal eine Meditation, weil er Meditation ist.
Doch Gebet schadet nicht.
Meditation schadet nicht.
Nichts schadet und nichts kann es herstellen.

Weil Es nichts braucht.
Es lässt sich weder herstellen, noch verhindern.

So schlicht.
So unbezwingbar, so unbestechlich, so gewissenlos, friedvoll und frei.


So schlicht wie da draußen der Baum und so schlicht wie die Rose in seiner ganzen natürlichen Autorität und Erhabenheit.

So ist der natürliche Zustand. Und der ganze Firlefanz drumrum, das ganze künstlich Aufgebaute ist alles menschengemacht. Es ist wirklich ein Wahnsinn.
Ein Wahnsinn.

Das muß man aber erst durchschauen.
Und in dieser Demut hier sein.
Als diese kraftvole Demut, die sich Gewissheit nennt und in Einfachheit ruht.

Sich als Gott aufzuspielen, wie in der Spiri Szene, das, was da oft passiert, hat wirklich was Verlockendes, was sehr Verlockendes, aber es ist nicht die Wahrheit.
Und es ist nichts, was wirklich auf Dauer segensreich ist.
Es mag aber für eine ganz, ganz, ganz, ganz lange Zeit durchaus auch so aussehen.
Aber es ist es nicht. Es ist eine totale Täuschung. ... Es kann sein, daß in dem natürlichen Zustand, wenn Das übernimmt, wenn da sich alles so umstellt oder wenn Das Raum gewinnt, diese Wahrheit, daß sogar für einige Zeit oder für lange Zeit, vielleicht sogar für immer, deine Fähigkeiten weg sind, wenn du welche hattest oder wenn du Ausbildungen gemacht hast, Energiearbeiten usw. oder wie sie alle heißen.
Es kann sein, daß das alles weg ist.

Ich hab damals, vor 15 Jahren ungefähr war das, habe ich ganz bewußt alle Fähigkeiten aufgegeben.
Ganz bewußt beiseite gelegt und nicht mehr angerührt von mir aus. Weil ich merkte, daß es wichtig ist. Und es war auch tatsächlich so, daß es jahrelang weg war.
Ich habe nichts mehr gesehen. Ich habe nichts mehr wahrgenommen, das war komplett weg. Und es war gleichzeitig eine große Erleichterung da, auch wenn es sehr schmerzhaft war. Genau genommen war es die Hölle.
Gott hatte mich verlassen.
Da war nur noch Nichts.
Dieses Nichts kann sich niicht vorgestellt werden.

Es ist die Integration des Todes Bewusstseins.

Das Sehen aus dem natürlichen Zustand ist ein anderes Sehen und das war schon noch da, aber nicht dieses mediale Sehen, was oft so als diese Fähigkeit gepriesen wird oder geschult werden kann.
Das war weg und das war schmerzhaft und komisch, aber es war auch sehr gut und heute bin ich über diese Häutung und Katharsis sehr dankbar.

Es hat mir regelrecht allen restlichen Spiri Blödsinn aus dem Hirn geblasen. Es hat mich nackig gemacht bis auf die Seelenhaut. Es hat mich bis in die essentielle Substanz hinein erschütttert.
Bis nichts mehr wahr war.
Dann war Ruhe im Karton.
Diese Ruhe war die Leere.
Und diese Leere musste erst verstoffwechselt werden können, sprich ausgehalten werden im Gehirn, in der Psyche und im Nervensystem.
Es war beileibe kein Zuckerschlecken.
Ich wünsche es niemandem und doch wünsche ich es in seiner Kostbarkeit und Klarheit, die es hinterlässt, jedem, der es verkraften kann.
Denn nicht immer gelingt es.

Und wie gesagt, das Schauen... der natürliche Zustand ist im Grunde nur ein Schauen, die ganze Zeit nur ein Schauen, ein stilles Schauen, ein klares Schauen, manchmal Durchschauen, manchmal ein ‚ich weiß gar nichts‘. Und selbst in dem Durchschauen ist es ein unschuldiges Durchschauen. Ein unschuldiges Nichtwissen, was dann plötzlich aber dir eine Welt eröffnet oder ein Wissen eröffnet, was nur aus diesem Moment kommt, damit kannst du ja wieder nichts machen und damit sollte auch nichts gemacht werden.

Wenn du das „schaffst“, nichts damit zu machen, nur hier sein, so schlicht, so einfach, so unschuldig, dann ist es der größte Segen.

Aber das kann ich nur so wiedergeben. Das muß jeder für sich rausfinden und auch für sich erforschen, ob das auch ausgehalten werden kann. Wenn die Identität sich aufbaut über Fähigkeiten, über, weiß ich nicht, irgendwas Besonderes, einfach über die Identität, und ich meine jetzt tatsächlich so diese spirituellen Bereiche, dann... ich kann nur sagen, guckt mal, wie’s ist, wenn ihr die ganzen Mäntel irgendwo hinhängt, die ihr euch da umgehängt habt oder die euch umgehängt wurden.
Hängt die alle mal weg und guckt mal, wie’s dann ist.

Was bleibt denn übrig? Nichts. Nichts bleibt übrig.

Die Idee, Macht zu haben, irgendwas machen zu können, fällt spätestens in dem Moment ins Wasser, wenn die Wirklichkeit total übernimmt und die Todeserfahrung kommt. Die Formlosigkeit, die Nichtexistenz. Schwups, weg. Alles!
Wo ist sie jetzt hin die Macht?
Wo ist sie jetzt hin die Göttlichkeit?
Wo ist sie jetzt hin?
Die ganzen himmlischen Sphären?


Ich provoziere hier wirklich extra, damit es euch klarer wird, weil ich spüre das, daß da noch so viel Idee darüber da ist, da ist noch so viel Wunsch darüber da, daß es besser werden sollte, als es jetzt ist.
Und ich kann euch sagen, es wird nicht besser und ihr werdet auch nicht gut.
Ihr werdet nicht gut.
Ihr werdet nicht heilig.
Ihr werdet nicht spirituell, weil Das, was ihr seid, schon Spiritualität ist.
Es ist begeistert, sonst wärt ihr nicht hier.
Sonst würdet ihr nicht leben.
Das ist die Erregung des begeistert Seins, daß Gott sich dich einbildet als das, was du bist. Als die, die du bist, als der, der du bist. Mehr geht nicht.

Und das Zuviel muß weg.

Die Mäntel müßt ihr alle an die Garderobe hängen. Am besten ins Feuer. Das, was übrig bleibt, wie du eingebildet wurdest, der Traum, der du schon bist, der Gedanke, der du bist, da steckt das Feuer, da steckt der heilige Geist, da steckt die Kraft, da steckt die Freude, da stecken die größten Ressourcen, mit allem klar zu kommen, was das Leben dir beschert hat an Schicksal und an Aufarbeitung und an, weiß ich nicht, Spätfolgen, an Überbleibseln, an dem du noch knabberst und an dem, was dir das Leben noch bereiten wird.

Das ist Schöpfer sein, das ist mutig sein, demütig sein.
Den Mut zu haben, der zu sein, der du bist.
Als allererstes mal braucht’s die Einfachheit. Wenn’s überhaupt was braucht, dann braucht’s die Einfachheit.

Und so gesehen ist die Zeitqualität perfekt, weil die Zeitqualität immer perfekt ist.

Das ‚goldene Zeitalter’ ist für mich die Qualität des natürlichen Zustands.

Das ist das Paradies. Und Das war da auch während des dunkelsten Schicksals. Es ist als Einziges Hier.

Es ist nicht die Frage, wann sich die Umstände ändern, sondern als was schaust du die Umstände?
Wer bist du in den Umständen?
Und wie, in welcher Qualität, in welcher Präsenz, in welcher Klarheit begegnest du dem, was sich zeigt?
Und wenn du vor 40 Jahren nicht die Kraft hattest oder vor 50 Jahren nicht die Kraft hattest, dich einem Umstand zu widmen, weil die komplette Überforderung da war, weil Todesangst da war, weil die Zeitqualität so war, daß eben niemand auf dich aufgepasst hat, daß du mutterseelenalleine warst, daß du schutzlos ausgeliefert warst, dann wirst du das jetzt fühlen, weil jetzt die Präsenz da ist.

Also wird sich die Zeitqualität in den Moment schieben. Es wird das sich zeigen, was jetzt an Zeitqualität und an Erlebnisqualität genommen werden kann, was jetzt geerdet werden kann, was jetzt nach Hause darf, was jetzt befriedet werden kann, was jetzt integriert werden kann oder auch rausgeschmissen werden kann.

Die letzte Zeit ging es ja bei einigen von euch auch um Introjekte, übernommene Täterenergien aus Traumatisierungen. Die gehören nicht in euch, die müssen raus. Ihr dürft euch auch trennen. Auch das ist ein Akt der Selbstbestimmtheit, der aus dem natürlichen Zustand kommt, ganz bewusst sich zu trennen von Energien, sich zu trennen von Strukturen und sich alles, was man einverleibt bekommen hat, weil man eben das nicht steuern konnte, weil nicht genug Kraft da war, nicht genug Präsenz, weil die Zeitqualität eine andere war, die Umstände waren andere, ihr wart noch jemand anderes. Ihr wart in einem anderen Modus, ihr wart andere, es war einfach anders. Und jetzt mit wachsender Präsenz und mit mehr Realisation, mit mehr Bewusstheit darüber, schiebt sich das alles in den Mittelpunkt und das will nach Hause. Und das ist die Zeitqualität. Je präsenter du bist, je mehr du Das bist, was schaut, desto unerschrockener schaust du auf das, was ist.

Und manchmal schaust du auch nicht unerschrocken, manchmal schaust du auch mit Angst auf das, was ist, weil es beängstigend ist, weil es neu ist, weil du das so noch nie erlebt hast und da sind wir eben bei diesen Wachstumsprozessen. Manchmal betrittst du auch Neuland, in dir selbst und somit auch im Außen und wagst dich an Energien und an Gefühle und an Speicherungen, an Erinnerungen, für die damals weder die Zeitqualität, noch der innere, noch der äußere Umstand da war, weil es schlichtweg unmöglich war. Und heute ist es möglich. Aber das hat nur etwas mit dir zu tun und mit deinen Ressourcen und mit deinen Möglichkeiten und dem Bewusstsein, was du zur Verfügung hast, bzw. was du bist. Der Kosmos oder die kosmischen Muster, die da sind, unterstützen ja sowieso jeden an der Stelle, wo er Unterstützung braucht und fordern jeden an der Stelle, wo er gefordert werden will.
Ob das, was geschaut wird, persönlicher Natur ist oder kollektiver Natur, spielt schon eine Rolle, aber auch das liegt ja erstmal nicht in deiner Macht, was dir vor die Linse kommt, was geschaut wird, mit welchen Inhalten du konfrontiert wirst. Das ist eben die Erforschung, das ist die Realisation von Moment zu Moment.

Und je totaler du hier bist, desto mehr Präsenz und desto mehr Ressourcen stehen dir zur Verfügung, bzw. desto mehr Möglichkeiten fallen dir auch ein, selbst auch mit einer Überforderung, die durchaus auch passieren kann. Auch heute noch, auch mit Präsenz, auch als Präsenz, auch im natürlichen Zustand kann ein Erlebnis, ein Erleben eintreten der völligen Überforderung, der völligen Überflutung. Natürlich, wir sind Menschen. Und diese Nervensysteme sind hochsensibel. Und die haben schon einiges durch. Die Körper erinnern sich und das ist dann Wachstum, Reifung.

Aber immer als dieser Friede. Immer mehr als dieser Friede. Immer mehr als diese Leere. Immer mehr als dieses stille Schauen. Was nicht heißt, daß du nicht die Inhalte berührst und analysierst und anschaust und begreifst und fühlst, so daß sie sich gesehen, gewürdigt fühlen und an ihren Platz fallen oder dich verlassen.
Auch das. ... Es kommt wieder der Impuls, zu sagen, probiert es doch einfach mal aus, anstatt auf die erlernten Fähigkeiten, mediale Fähigkeiten, Energiearbeit usw. ... hängt es doch einfach mal an den Nagel für eine Zeit lang und besinnt euch ganz auf eure eigenen Ressourcen, nur das, was in euch da ist, was sowieso von Anfang an schon da ist. Verabschiedet euch doch mal spaßeshalber für eine Zeit von irgendwelchen Einweihungen und Energien, verabschiedet euch doch einfach mal und erlaubt mal, daß wirklich sämtliche Energien, sämtliche Ausbildungen, sämtliche Einweihungen, sämtliche Energieübertragungen... entlasst doch das alles mal aus eurem System. Und das ist ganz einfach, ihr müsst es nur sagen, ihr müßt nur die Absicht bekunden.
Daß ihr das einfach mal freigebt, gebt‘s einfach mal frei, entlasst es mal aus eurem System. Und macht doch für euch selbst mal so einen Vertrag, einen nonverbalen Vertrag für, was weiß ich, vier Wochen, in denen ihr mal das alles nicht anrührt, nichts lest, euch nicht zuschwallen lasst von irgendjemandem, nichts, nichts. Einfach mal nur das, was hier ist. Spüren, euch auf eure eigenen Sinne verlassen, eure eigene Intuition, auf euren Körper, auf euer Gefühl, auf euren Verstand, auf eure Intelligenz und auf alles so zwischen den Zeilen, die ganzen Kanälchen, die ganzen Sensoren. Und überprüft einfach mal für eine gewisse Zeit, sagen wir mal vier Wochen, einfach mal probieren, wie geht’s euch dann?
Was stabilisiert sich? Wie fühlt sich’s an? Was macht ihr für Entdeckungen? Fühlt ihr euch nackt?

Braucht ihr diese Strohhalme? Die knicken sowieso alle ab, aber gut. Wenn sie noch gegriffen werden müssen, dann müssen sie noch gegriffen werden.
Oder ist es eine Entlastung?
Wäre ein Experiment. Könnte man ausprobieren.
Lasst doch mal den Moment so, wie er ist, genug sein.
Ohne Idee über Göttlichkeit.
Ohne Idee über irgendwas.
Entdeckt doch mal den Moment, die Idee, die dieser Moment ja ist.
Der Moment ist die Idee.
Der Moment ist der Gedanke.
Der Moment beinhaltet das, was sich zeigen will.
Und die Freude darüber, daß es nichts weiteres braucht als diesen Moment und das, was er bringt oder nimmt, ist radikal ehrlich, ernüchternd, befreiend, je nachdem.
Schmerzhaft, grundlose Freude, wie auch immer, jeder Geschmack.
Jeder Geschmack. Und wenn du die Bereitschaft hast, dich auf dieses Abenteuer einzulassen, wird’s nicht mehr langweilig.
Ganz ohne Konzept, ganz ohne irgendwelche Ideen über Prozesse oder so. ...

L.: Regulieren sich Traumata, die im Nervensystem gespeichert sind, auch so auf ganz natürliche Art?
Carmen: Ja. Und natürlich braucht’s da manchmal Unterstützung im Sinn von Präsenz und kompetenter Unterstützung, aber auf so eine natürliche Art und Weise.
Präsenz, die Hauptsache ist die Präsenz. Und das Vertrauen wiederzugewinnen in das, was da ist, aber das alles ist schon wieder zuviel, weil der Moment alles bringt, was es braucht und alles nimmt, was es nicht mehr braucht. Und das ist genau eben der Punkt. Der natürliche Zustand ist die gründlichste Traumaheilung, die ich kenne. Und ich erlebe es ja am eigenen Leibe.
M.: Danke für deine Worte und Klarheit. Der substanzlose Wahnsinn um mich herum ist im Schauen kaum auszuhalten. Das ist so traurig, daß die Einfachheit und Wahrheit nicht gesehen werden. Mit ihren Konzepten laufen die Menschen genau vor dem davon. Die Präsenz beinhaltet nach meinem Empfinden so unendlich viel Heilung.
Carmen: Ja, wie gesagt, es wäre die Vereinfachung, es wäre die Entlastung, es wäre die Erleichterung, es wäre halt dieses Stoppen, dieses angehalten Sein, es wäre das Realisieren, daß der Moment, so, wie er ist, ausreicht. Und du, so wie du bist. Also ich meine jetzt nicht nur dich, sondern der Mensch an sich, so, wie er ist. Und darin ist ja auch alles enthalten. Also das heißt ja nicht, daß der Mensch sich nicht bewegt und nicht wächst und sich nicht verändert und sich nicht anpassen kann, ganz im Gegenteil, der menschliche Organismus ist ja eine Koryphäe im Anpassen und im Verändern. Das ist ja ein Wunderwerk. Und wenn das einfach mal sein darf und seine Arbeit machen dürfte, so ganz natürlich, das ist schon echt gut.
B.: Es verschiebt sich so viel.
Carmen: Ja. Ich spür das und ihr dürft echt auch jedem sagen, daß es euch zuviel ist und daß ihr euch das nicht anhören wollt. Ihr dürft das alles. Ihr dürft das alles sagen. Ihr dürft das genau so sagen, wie ihr‘s empfindet und denkt. Ihr dürft immer deckungsgleicher mit dem werden, wie’s in euch aussieht. Und das ist schon die Revolution. Die Revolution der Einfachheit.
B.: ...Der Kopf hält das einfach nicht aus. Ich danke dir von Herzen für deine heilsamen, sehr berührenden Worte. Leere...
Carmen: Ja gerne. Nur diese Leere, nur diese Leere, nur dieser Frieden kann dem, was ist, begegnen. Nur die Präsenz hat die Kraft, dem zu begegnen, was ist. Und in dem Sinn auch was war und was sein wird. Also von daher verschiebt sich oder zerrinnt oder gerinnt... es bringt sich einfach alles auf den Punkt. Und der Punkt ist hier, in dem Moment.
L.: Ich hatte nämlich überlegt, eine Traumatherapie zu machen.
Carmen: Ja komisch, daß ich das heute anspreche. (lacht) Also wie gesagt, natürlich kann jeder machen, wie er denkt und wie er’s muß, aber die grundsätzlichen Regulationsabläufe bringe ich euch im Grunde bei. Die Frage ist nur, ob es in dir die Möglichkeit gibt, dem zu vertrauen. Also nicht das, was ich sage, sondern den grundsätzlichen Regulationsmechanismen zu vertrauen. Im Grunde weise ich jedes Mal darauf hin. Und das ist halt die Frage, ob das gehört werden kann und ob das dann auch praktiziert werden kann, ob dem vertraut wird oder ob man doch weiterrennen muß und das meine ich nicht böse. Das ist wirklich so, man kann da niemand aufhalten. Wenn’s rennt, dann rennt‘s. Und dann rennt‘s halt in die nächste Therapie. Aber ich kann schon behaupten, daß Das, was hier wirkt, bzw. die Erfahrung und die Regulationsabläufe oder das Wissen darum... also ich weiß schon, wovon ich spreche, auch was Traumaheilung betrifft, an mir selbst meine ich das jetzt. Ich meine das jetzt nicht für andere. Ich meine das, wie’s funktioniert und wie die Präsenz wächst. Und ja, auch daß mit der Präsenz die Traumata ‚hier‘ schreien und das dann schon fast gleichgültig ist, ob es persönliche oder kollektive Speicherungen sind. Der natürliche Zustand reicht aus. Es braucht aber einen Raum, es braucht eine Kompetenz und es braucht Präsenz, bis man das Vertrauen und die Sicherheit in sich hat. Und es ist auch keine Schande, sich Unterstützung zu holen. Die Präsenz muß eine gewisse Standfestigkeit haben. Ansonsten wird es weiterhin alles an der Oberfläche kratzen. Dein Nervensystem wird sich keinen Millimeter entladen bei jemand, der nur denkt, er wäre Traumatherapeut, aber selber überhaupt nicht in der Lage ist, den Energiecontainer so zu halten, daß der Raum so offen ist und gleichzeitig so sicher und so gehalten ist, daß dein System eben sich entladen kann oder daß diese Regulationen ablaufen können. Bzw. daß da so ein Austausch stattfindet, daß du das Gefühl hast tatsächlich von Erleichterung. Ich sag’s nur dazu. Es ist ein bisschen was nötig. Die Einfachheit braucht schon gewisse Voraussetzungen. Das klingt schon wieder paradox. Muß man selber spüren. Ich meine, die halbe Szene wimmelt ja von angeblichen Traumatherapeuten, das ist ja nur gruselig. Der Körper hier, der würde sich da niemandem anvertrauen. Niemand, niemand. Das ginge hier gar nicht. Es gab in meinem Leben einen Menschen, wo mein Körper sich von der ersten Sekunde an anvertrauen konnte und auch starke Selbstregulationsmechanismen gezeigt hat und da war der Energiepool und die Offenheit und die Kraft und diese Liebe, also diese Konzeptlosigkeit, gepaart mit einer totalen Kompetenz, die war da. Und von daher kannst du deinem Körper total vertrauen. Wirklich traumatisierte Körper wissen im ersten Moment, ob sie am richtigen Platz sind oder nicht. Das wissen die. Und natürlich kannst du dann 10 Stunden machen, du kannst 100 Stunden machen, du kannst die ganze traumatherapeutische Landschaft durchqueren mit allen möglichen Methoden und es wird sich keinen Millimeter bewegen, es wird an der Oberfläche kratzen. Du wirst vielleicht das Gefühl haben, da auch wieder in einem Hamsterrad zu sein, aber es wird keine wirkliche Erleichterung geben. Aber das muß man rausfinden. Ich sage nur einfach meine Erfahrung.
T.: Es ist so erleichternd. Danke von Herzen.
Carmen: Ja, sehr gerne. Ich sage wirklich nur meine Erfahrung und ich weiß, ich sage was andres als viele anderen und ich weiß, es ist halt anders, aber es ist so und ich kann nur sagen, der Körper weiß, von was er spricht und auch hier passieren phasenweise starke Regulationen und die müssen auch ausgehalten werden, da braucht‘s auch Präsenz, da braucht’s einfach diesen Raum, gepaart mit Kompetenz, mit Wissen. Natürlich ist es schön, zu wissen, daß man dem Vertrauen kann. Es wächst einfach, die Kapazität wächst. Und je nach Speicherung wachsen halt die Anforderungen dann auch. Und je nach Bestimmung. Es kommt darauf an. Es kommt darauf an, was in euch angelegt ist, welche Funktion ihr habt. Man kann es nicht sagen. Manchmal gibt’s Ruhe für viele Jahre und plötzlich geht’s wieder los, wir wissen es nicht. Es können die einsetzenden Wechseljahre sein, es kann was weiß ich was sein. Es können einschneidende Veränderungen sein, beruflich, finanziell, psychisch, es gibt immer wieder Auslöser, wo plötzlich wieder so ein Schub kommt und sich ganz, ganz viel auch hochschiebt und viel hochkommt und man denkt, ‚oh Gott, das hatte die ich doch alles schon bearbeitet. Jetzt kommt der ganze Kladderadatsch wieder hoch‘. Wir wissen es nicht. Wir wissen‘s nicht. Wenn der natürliche Zustand sich Raum verschafft, also wirklich stabil in den Mittelpunkt rückt und als Einziges sozusagen herrscht, dann ist es ein völlig unberechenbares Ding das Ganze. Dann hast du nur diesen Moment und die Präsenz und eben die Möglichkeiten, die du dir an Fähigkeit, also die du in dir entdeckt hast an Ressource und Fähigkeit, damit zu sein. Und das ist eine absolute Abenteuerreise, ein Hummelflug.
Das geht nur im verwurzelt Sein in der Wirklichkeit, in der Basis, die allem Sein zugrunde liegt.
Hier....


Fortsetzung folgt...

Das nächste Online Treffen findet am Fr. 7.6.statt.
Infos auf meiner Seite unter Persönlicher Termin und Veranstaltungen

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