Schmerz ist ein strenger Lehrer. Nur dein Herz wird ihn verstehen. Seine Botschaft hören und schmecken. Erwarte kein Wunder. Denn er ist das Wunder. Erwarte keine Heilung. Denn er ist bereits die Medizin. Ich kenne keinen Klareren, diesseits. Nur der Tod kann ihn noch toppen. Doch diesseits gibt es keinen Gründlicheren. Er stellt alles an seinen Platz. Relativiert alles auf´s rechte Maß. Pur und direkt erlebt, ohne Geschichte zermalmt er dich bis an deinen bisherigen Grund, samt aller geglaubten, sich doch wieder klammheimlich aufgebauten oder versteckt festgehaltenen, scheinbaren Selbst Verständlichkeiten. Wirkt er gnädig, bleibt dir Nichts. Noch mehr Nichts. Jegliche Einbildung ist dahin.
Er haut dir jegliche esoterische, spirituelle, psychologische, therapeutische und auch sonstige konditionierte, unnütze Verschaltung aus der Birne,
also so ziemlich alles ;) .Reißt dir den so sicher geglaubten Grund und irgendwie hergestellten Bezug unter deinem scheinbar erleuchteten, wissenden, oder was auch immer gedachten, scheinbar realisierten, Hintern und Denken weg, samt aller Identitäten. Nichts davon ist wahr.
Nichts kann bleiben, wenn er kommt. Sonst kannst du nicht schmecken, was er hier lässt, wenn er wieder geht. Nichts hat Bestand, ist sein Besuch gründlich und intim genug. So erleichternd. Hinterher ;) So echt. So wahr. Mit ihm an der Seite läufst du an einer echt kurzen Leine.
Denn er ist deine lebendige Überprüfung, ohne Ausrede, ohne Show, ohne Selbstlüge. In ihm kannst du dir nichts vormachen. Dir nicht, den Menschen nicht und der Welt nicht. Gott sei Dank. Ist es dieser, den ich meine, so lässt er sich von nichts und niemanden bestechen, oder vertreiben. Er ist nicht schubladisierbar, unkontrollierbar, unberechenbar und nicht manipulierbar. Nichts und Niemand hat auf ihn Zugriff.
Er kommt, wenn er kommt. Und geht wenn er geht.

Dieser lässt sich nicht in die Karten schauen, von keinem Schlaumeier dieser Welt. Wie sehr hattest du es dir manchmal gewünscht, dass irgendwas hilft, doch dann sahst du das Geschenk, das er dir macht. Und alles in dir sank auf die Knie. Vor Staunen und Dankbarkeit.
Nur dein Herz wird ihn verstehen und seine Botschaft hören und schmecken. Er zerschmettert alles Zuvel, selbst wenn du dachtest,
es gäbe nicht mehr viel Zuviel.Es ist unvorstellbar, wie viel Zuviel sich in Wahrheit in allen möglichen Nestern festsetzen kann. Es ist unglaublich, wie viel Täuschung sich halten kann. Keine Selbsterforschung der Welt, keine auch noch so akribisch geführte Selbstreflektion kann diese Klarheit initiieren. Keine Supervision kann diese Klärung bewirken. Keine künstliche Methode und sei sie auch noch so ausgefeilt... Warum?
Sie ist Menschengemacht, wie alles. Nichts Menschengemachtes kann dies herstellen, auf was Schmerz hinzuweisen vermag.

Denn hierhin schaut der Mensch nicht freiwillig. Hierhin nicht. Dieser Spiegel, den köprelicher Schmerz dir hinhält, ist jedoch echt, denn er kommt direkt vom Leben selbst. Aus dir selbst. Ist lebendige, echte Überprüfung. Er bringt dich an die Substanz. Gnadenlos. Es bleibt Atem, Herzschlag, Körper, Essenz, Wesentliches und Einfachheit Pure Demut. In ihm spielgelt sich, was wirklich wahr ist für dich. Er kehrt vor deiner eigenen Tür,
in deinem eigenen Haus.Zeigt dir dir Balken im eigenen Auge, bevor du glaubst, dich selbstherrlich vor einen anderen stellen zu können, um ihm zu "helfen" seine aus den Augen zu entfernen. Und so manchesmal gibt es gar keinen Grund für ihn, nichts zu tun und keinen Balken, auch diesen Grund nimmt er dir weg, zermalmt ihn mit.

Der Mensch hält die Wahrheit nur schlecht aus. Pure Grundlosigkeit, die dich aus gähnender Bodenlosigkeit freundlichernstgütigzwinkernd anschaut. Jegliche Idee, jegliche Gründe, jeglichen Sinn vermag er als null und nichtig und absolutes Absurdum zu entblössen.
Einschließlich derer, die, die glaubten, sie zu kennen, diese Gründe und Bezüge. Noch so viele Überbauten. Mein Gott.

Die Purheit kann nur das Leben herstellen. In direktem Kontakt mit der Wirklichkeit und Face to Face mit der menschlichen, tief verborgenen Angst
vor der lebendigen, unkontrollierbaren Existenz.Bis er Auge in Auge hineinsieht. Und ihr begegnet, der Existenz, ganz ungeschminkt, ganz essentiell.Nackt bis auf die Knochen. Erschüttert bis in die Substanz. Ganz ohne Schutz, ganz ohne Schild. (Konzepte) Und wenn es so bliebe ... ?
Ja, wenn er bliebe... ? Einfach so... ? Ohne Grund ... ? Vernichtung aller Um ... zu ´s

Er hinterlässt, ist die Erschöpfung und die Fassungslosigkeit gewichen und stellt sich schlichteste Funktionalität wieder ein, noch das Echo der Spur seiner kraftvollen Verwüstung. Doch langsam, langsam merkst du eine noch frischere Klarheit deines Verstandes,deinen noch schärferen Blick der Augen und dein noch tiefer mitfühlendes Herz. Er hinterlässt die Frische der Wahrheit. Und den Klang des Friedens. Tiefe Ganzheit.
Leere - Raum - Demut und noch unvostelllbar mehr Nichtwissen als je zuvor.

Erwarte kein Wunder, wenn er dich besuchen kommt.
Denn das ist schon das Wunder.
Erwarte keine Heilung.
Denn er ist schon die Medzin.
Gnade der Ganzheit Selbst.

Und ohne zu wissen, ob er dieses Mal für immer gegangen ist oder nicht, sei einfach Hier.

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