Ganz Hier sein, ist absolute Erleuchtung. Ist das Ende der Suche, Täuschung und Illusion, samt aller damit verbundenen Begleiterscheinungen und der Beginn, völlig erlebbarer Klarheit und Stabilität. Reine Gnade. Total verkörperte Realisation des Natürlichen Zustandes soweit als Mensch möglich. Nicht zu imitieren, nicht herzustellen, nicht nachzuahmen. Hier sein heißt, dass alle Ideen und Vorstellungen und Konzepte über dich, dein Leben und die Welt vollkommen im Nirvana verschwunden sind. Du bist zum Wissen selbst geworden. Zur einzigen Antwort. Das Nichtseiende ist realisiert, die Wirklichkeit an sich IST, als einzige Realität! Der Mensch, sein einfaches, natürliches Dasein samt seiner angelegten Persönlichkeit und das gewöhnliche Leben, genau so wie es ist, ist darin total angenommen. Voller Friede, als Akzeptanz selbst. Es ist nichts mehr da an Vorstellungen über dich, Gott und die Welt. Völlig erleichternde Leere. Konstant und stabil. Friede im Kopf, Herz und Bauch, deinen Händen und Füßen. Wenn du vollkommen Hier bist, ist nur Raum für Wahrheit und Wirklichkeit und es bleibt aus dem Moment hier nichts übrig, außer segensreiche, evolutionäre Ordnung, persönlich wie unpersönlich, im Kleinen, wie im Großen. Es wirkt zutiefst heilsam, kann nicht anders sein. Der Schlüssel ins Paradies mit einer unfassbaren gnadenreiche Perspektive und ihrem Potential. Hier, sich immer weiter vertiefend und seine ganze Herrlichkeit preisgebend. Tiefer und tiefer. Weiter und weiter. Ohne Endzustand. Das, was Anfang ist, hat sich enthüllt, als Das, was du bist. Vollkommen und sich schlicht und ergreifend ganz verkörpernd; nicht eher ruhend. Es ist vollbracht und vollbringt sich selbst unermüdlich. Es fließt, da sich alles alte und überflüssige durch transformiert, verarbeitet und abgearbeitet hat. Damit ist reine Präsenz Hier. Das. Gegenwärtig. Entspannte, leise, heitere, geerdete Gelassenheit und eine grundsätzlich positive, stabile, klare Grundstimmung und Zuversicht. Ganz Hier sein heißt, das Leben ist total genommen und das Leben nimmt dich total. Ein einziger, verschmolzener Tanz ohne Tänzer, ohne einen Jemand, der wüsste, wie die Schritte gehen. Gleichzeitig offenbart sich jeder Schritt und jeder Ton und jede Bewegung aus dem ewigen Moment heraus. Ganz Hier sein heißt, Niemand zu sein, niemand Besonderes und nichts zu wissen. Das was sich offenbart hat, geschah Es dir, hat ohnehin alles gekostet. So wertfrei und sinnfrei, dass es das Kostbarste überhaupt und unvorstellbare Sinn Erfülltheit eines einfachen Seins hinterlassen hat. Wahrheit und Wirklichkeit und ihr Glanz, ihren Klang, ihren Geschmack, ihre erlebbaren Qualitäten. Es schmeckt nach Frische, wie reines Quellwasser. Es duftet nach duftenden Blumenwiesen im glitzernden Morgentau. Kühlender, lebendiger, saftiger Erde nach einem Regenguss im Sommer und nach frischem, stillem Wald bei Sonnenaufgang. Es klingt nach weißem, frischen Schnee im Garten und auf dem Feld, unberührter Natur und dem unermüdlichen Lied der Amsel zu allen Jahreszeiten. Es hat die Gelassenheit, Flexibilität eines uralten, weisen Baums und das Vertrauen und den schelmischen Witz einer geliebten Katze. Es spricht vom unbekümmerten und selbstvergessenen Spiels eines Kindes. In dieser Unschuld und in diesem schlichtestem Nichtwissen liegt jedoch zeitgleich tiefste Gewissheit. zweifelsfreies Dasein. gegenwärtig, ohne Gegenwart, Vergangenheit oder Zukunft. Zeitlos, Raumlos und Wahr und damit so geerdet und verkörpert wie noch nie. Gesunde Orientiertheit, die nur einer natürlichen Ordnung entspringen kann und keinem Konzept. Nichts Erzeugtem, nichts Menschen gemachten. Wundervoll. In dem Moment, wo dir eine Frage gestellt wird, ein Thema vom Leben, ist alles da. Weiter muss nichts gewusst werden. Im Grunde die völlige Sorglosigkeit, mit dem Potential, klarer, kraftvoller Handlungen. In diesem Nichts herrscht Stille und totaler Frieden. In dieser klaren Leere taucht unglaublich konkret alles Wesentliche auf, was gebraucht wird, was ansteht und so weiter. Es ist ein vollkommenes, einfach nur sehen und Schauen selbst. Still, unbewegt, klar in sich selbst ruhen, in der einzigen Wirklichkeit. Konstant und stabil. Ein sicheres, präzises,klares, friedvolles, kraftvolles bewegt sein, im Kleinen wie im Großen. ....

"Wenn das Fleisch durch den Geist zur Existenz gelangt ist, so ist das ein Wunder, doch wenn der Geist mithilfe des Leibes völlig ins Sein getreten ist, so ist dies ein Wunder der Wunder."

Auszug aus Klang des Erwachens - Satsang Mitschriften Band III - wird voraussichtlich Herbst / Winter 2019 veröffentlicht.

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