Erinnerung, für die, die´s hören können ... und lassen

... So wie Es dich nimmt, wirst du erkennen. So wie Es dich stirbt, wirst du leben. So wie Es dich schmerzt, wirst du unvergänglich lebendig. So wie Es ist wirst du sein ... ( Carmen )

Diese unerträgliche, ermüdende Relativitis ... und ... diese radikale Einfachheit des Natürlichen Zustands.

Reichen die Ressourcen und herrscht grundlegende Klarheit und Stabilität wirst du die Totalität des Lebens schmecken. Mehr und Mehr. Denn es hört nicht auf und ist endlos vertiefend, durchdringend und erweiternd. Mit voller Kraft und aller Einfachheit. Es wird dich wieder und wieder alles kosten. Dich weit über deine eigenen Grenzen hinauswachsen lassen und doch leerer, befreiter und erleichtert zurücklassen.
Denn diese Befreiung erleben zu dürfen ist höchste Gnade. Doch nicht leicht zu nehmen. Es braucht dein ganzes Ja, dein tiefes Verwurzeltsein in Dem und dein bedingungslos radikales Hier Sein als Das. So wie es dich nimmt, wirst du erkennen. So wie es dich stirbt, wirst du leben. So wie es dich schmerzt, wirst du unvergänglich lebendig. So wie es ist wirst du sein.
So wie es sich realisiert bleibt nur unbedingte Freiheit. Unverlierbar für alles was ist.
Völlig deckungsgleich, und sich selbst treu. Total verkörpert, so wie ein Mensch Es hier erleben und verstoffwechseln kann.

Lass doch den Tod Tod sein.
Der Stachel des Todes trifft immer an der richtigen Stelle, kitzelt die Wahrheit und ertrinkt samt seiner Selbst im grenzenlosen Ozean der Wirklichkeit. Sag`nicht : "Ich weiß, ja, es gibt keinen Tod ... aber.... !"
Begegne ihm, wenn der Stachel sticht. Begegne der Angst. Dem Unbegreiflichen. Der Ausweglosigkeit. Und allem, was er dir über dich selbst lehrt. Schonungslos gnadenvoll reisst er alle Masken herab.

Lass doch den Abschied, Abschied sein. Mit allem was dazu gehört. Mit dem Schmerz. Der Trauer. Der Ratlosigkeit und all dem Nichtwissen.
Sag nicht: " Ich weiß, das ist eine Transformation und spüle den kostbaren Geschack eines Abschieds weich."
Begegne dem Abschied.

Lass doch den Schmerz Schmerz sein, ohne Ausflüchte, ohne Hoffnung oder Befürchtung, nur Dem. So. Punkt.

Lass doch den Zorn Zorn sein, so pur wie er kommt, dich ganz nimmt, samt allem, was dich gefangen gehalten hatte. Lass ihn dich zerreissen und aushöhlen, bis er alles weggefegt hat, bis er alles beim Namen genannt hat, wie er es will und soll. Liebe den heiligen Zorn.
Zorn kann eine gute Initialzündung sein, um sich aus Brainwash, Depression, Lethargie und erlernter, spiritueller, kollektiver und posttraumatischer Trance und Hypnose zu befreien. Das gilt natürlich nur dann, wenn überhaupt erst mal bemerkt werden kann, dass solche Strukturen binden, verblenden, behindern und sehen und differenzieren zu können, was wirklich los ist. Wenn die natürlichen Signale des Unwohlseins, der Unstimmigkeit, der nebulösen Verwirrtheit in sich selbst registriert werden können und den aufkeimenden Unmut, die Unruhe, die Umtriebigkeit, die Wut, den Zorn nicht negieren als zu transformierende, negative Gefühle, sondern dies als Signale wahrgenommen und erkannt werden, so dass hier die Einladung oder sogar Not Wendigkeit erkannt und angenommen wird, sich anhalten zu lassen, um genauer hinzuschauen. Hier wird die gesunde Fähigkeit der Bewertung gebraucht. Zorn kann also ein echtes Signal sein, eine unstimmige Situation zu verlassen, eine lang bestehende Lebenskrise und die längst überfällige Erkenntnis und Handlungs-/ und Wachstumseinladung des Lebens an sich selbst nun nicht länger zu verleugnen und bewusstlos zu beten, sondern nun zu einem umfassenderen Erkennen zu kommen. Weil nun deine Wahrheitskraft (Zorn) erwacht und sich nicht länger unterdrücken lässt durch den Nebel eines Traumas, der Täuschung und der Manipulation. Nun gibt es die Chance, ihre Lebenskraft und ihre Würde zurückzuerobern. Und ebenso ihren klaren Verstand, der meist in solch einer konstruktiven Krise Gott sei Dank ebenso erwacht und sich nicht länger verarschen und vernebeln lässt

Lass doch das Feuer der Stille der Wirklichkeit lodern, so wie es das will. Es verbrennt alle Täuschung, jegliche Maske wird fallen im tanzenden Licht dieses Befreiungstanzes der Flammen in dir. Auch wenn du schreist, auch wenn es nicht aushaltbar ist, tanze im tödlich erweckenden Feuer dieser Gnade. Denn Das was überleben wird, ist nur Wahrhaftigkeit und Freiheit. Du selbst.

Triff doch das Leben Hier und Jetzt. So wie es ist. Lass dich vom Leben treffen. Ganz und gar. Mit Leib und Seele und ganzem Herzen. Ohne Trance. Ohne therapeutischen Schnuller. Ohne spirituelles Hirngewichse, esoterische Arroganzen und Halbwahrheiten und nonduales Geschwurbel. Liebt dich die Wirklichkeit und du sie, wirst du all das schmecken. Pur. So. Ganz. Total.

Im "Es ist wie es ist" liegt bei aller Radikalität das Tor zur gelebten und erlebten bedingungslosen Liebe, doch existenziell, geerdet und nicht abgehoben. In so einer Einfachheit und Lebendigkeit, dass dein Herz rasen wird und dein ganzer Körper am Anfang vor Aufregung zittert. Es wird Qual sein und Glückseligkeit. Beides, das, im tiefsten Frieden der Wirklichkeit gegründet in so eine radikale Einfachheit mündet, die dich sprachlos und erstaunt letztendlich befreit. Du wirst es wissen, schmecken und still damit sein. Voller Dankbarkeit.

So ist dies dein ewiges Retreat der vereinfachenden Realisation Hier. Als ob du ein Liebesdate hättest. Ja hast du. Ab jetzt. Mit dem Leben selbst.
Dem Unausweichlichen.
Als Soheit in der Istheit und in der Istheit als die Soheit.

Nenn das Runde rund und das Eckige eckig. Wenn das schon geht. Bemerke wie die Mitte, das was du bist, klares, ruhiges Schauen von keinem Lebenumstand wirklich erschütterbar ist. Auch wenn alles bebt. Reine Präsenz.Höchst lebendige Stille. Pure Hingabe. Reine Akzeptanz selbst.

Denn Das, was du bist ist die eine Kraft, die sowohl das Licht, als auch die Finsternis erschafft.

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