Dunkles Feld
Lebensacker
Ganz verlassen
Kalt und fest und eng und klamm
Von hier geflohen einst
Weil´s keine Heimat sein konnt´
Obwohl es doch die Wahre war
Doch in der fremden Lüge
ging es nicht

Hier zu wurzeln,
in Ruhe, Raum und Zeit gedeih´n
schien früher wie Gefahr
Du musstest fliehen
dich selbst verlassen
Bis es Zeit war
heim zu geh´n
Jetzt und Hier
zurückzukehr´n
zu Dir

Nun geht´s

Wo klingendes, erlöstes
unerhörtes Kinderlachen
wärmenden Tränenregen
Erinnerung duftenden Erkennensdünger
versprüht

Alles fällt auf lebendige Erde
Nun
Wie wundersame
Wunder Samen
Engelsgleich
Ganz hell wird’s nun – ganz hell
Und warm
Berührendes endliches Wieder Sehen
Wacht vergessene Lebenserde auf

Nun geht´s

Lange Zeiten
Aufgegeben
Negiert, vergessen,
wie nicht da
War alles wie gefror´n
Gelähmt
Harte Erde
Kalt
Wie Zement

Nun geht’s

Wie gut
So gut
Denn fruchtbar
wie nie zuvor
ist´s hier
Nun kannst du´s seh´n
Leben
Endlich
riecht dieser Lebensacker
Diese Erde nach Heimat nun
und Bleiben
Hier ist ´s sicher

Nun geht ´s

So viele Samen warten Hier
Auf Sonne, Wasser,
Wahrheitsgrund und Dich

Im Lichte spürender,
wachsender Blumen;
Sonnengleich
Aus Honiggelbem Kinderlachen
voller Leben
voller Lust
Strahlt und wächst
gesund und voller Kraft
der erste Same
voller Freude

Dein erwachtes Wahrheits Ich

 

zurück zur Übersicht