Liebe Carmen
So endlich komme ich dazu dir zu schreiben!
Herzlichen Dank für diesen ausführlichen Beitrag – so klar geschrieben und für mich so treffend. Einiges genanntes spiegelt meine eigene Erfahrung. Ja, wie verlockend es doch ist sich in andere Dimensionen zu beamen, Heilungen zu geben, um was Besonderes zu sein, sich in zukünftigen Aufstiegsszenarien zu verlieren oder auf die «Erlösung» zu hoffen und sich in die Engelwelt wegzubeamen… Hier zu sein, mit allem was jetzt gerade ist, ganz, das alles zu fühlen und wirklich zulassen zu können, zu sein, wie man gemeint ist, in seiner ureigenen Natur, das bedingt Mut, mir geht es jedenfalls so. Die Angst zulassen zu können - dies alles ist wahrlich oft kein Zuckerschleck, das Nervenkleid zeigt es ungeschminkt.
Zu lange wurde so viel unterdrückt und abgelehnt.
Der «Wollende» wird nicht benötigt, er ist eher eine wahre Gefahr... Lernen mich hinzugeben an den Moment – immer mehr, manchmal auch wieder weniger ;-) – dabei liebevoll und achtsam mit mir sein.
Denn das Nervenkleid ist zart.
Ich durfte vor ein paar Jahren einmal einen kleinen Einblick nehmen und was mir da offenbart wurde, war so ungeheuerlich (für mich beschreibt es das Erlebte am besten), dass ich damals sofort wusste, dass ich für die Wahrheit noch nicht bereit bin, mein Nervenkleid hätte es schlicht nicht ertragen.
Dies war eine wichtige Erkenntnis, welche jedoch zuerst noch fruchtbaren Boden suchte, dass es nämlich nichts zu tun gibt als wirklich da zu sein, voll und ganz und aufzupassen – dass ich nicht neuen Konzepten auf den Leim gehe… Du bist ein Segen mit deinen Wortspielen, so klar, treffend, direkt und lustig – noch einmal von Herzen Danke!