Liebe Carmen
Gestern hat es sich tatsächlich intensiver so abgespielt, wie Du im Onlinetreffen beschrieben hast. Ich konnte den intensiven, inneren Kampf sehen, von dem Du gestern gesprochen hast. Vielleicht das alles aus dem plötzlichen zurückgenommen Sein heraus, was sich am Freitag schon sanft anbahnte.Die Wirklichkeit forderte ihre Aufmerksamkeit zurück. So nach dem Motto 'genug geschwelgt '. Im Sehen des Ganzen war hier jedoch die absolute Sicherheit, daß der natürliche Modus siegen würde und dem ganzen Geschehen in Würde begegnet werden konnte.
Der Wille zur Zentrierung und Klärung ist hier scheinbar stark. Und so war es dann auch. Das System ging erstmal in den Schockmodus und wurde abrupt angehalten. Der Bezug wurde total gekappt. Der leisesten Versuch, nochmal nach dem Thema zu schauen, wurde sofort vehement mit einem inneren Nein unterbunden. Leerung und Klärung traten ein. Erschöpfung und Erleichterung. Durchatmen und erschöpfte Dankbarkeit.
Dann öffnete sich das Herz wieder, körperliche Anwesenheit wurde wieder spürbar und ich bin einfach wieder hier in den Umständen, die da sind,
als ob nichts gewesen wäre und doch scheinbar wieder leerer für den Moment. Die Annahme der Wahren Natur und die Selbstliebe scheinen zu wachsen. Es gibt ja gar keine Wahl als es alles einfach zu sehen. Es übernimmt und wirkt sehr kraftvoll. Zentriert und zieht kompromisslos Hierher in die leere Leere. Erstmal. Die Demut wächst dieser enormen Kraft gegenüber, auch wenn erstmal nichts bleibt als kristallklare, leere Nichtheit.
Herausfordernd. Bis sich eben wieder etwas aufbaut, doch nicht lange geduldet wird. Der radikale Rausschmiss ist gewiss. Keine Chance auf Überleben irgendwelcher Zustände. Nur zu nehmen als Das, was die Veränderungen einfach sieht. In Liebe und Dankbarkeit liebe Carmen, Petra.