Es hat geschneit ...

Schnee

Sanftes Rieseln
Off´nes Fenster in der Nacht
Geborgen und beschützt.

Kann ich nur ahnend lauschen,
dass Winter uns den Schnee gebracht.
So schlaf ich selig ein.

Bin kein Kind mehr - ist kein Scherz,
doch wurd´ es mir gleich warm um´s Herz.
Als heute in der Früh
mein Garten war ganz glitzernd zugedeckt.


Konnt´s kaum erwarten schnell zu schau´n,
weil kribbelnd Neugier
meine nackten Füße und meine Blicke lenkte.

So ein Entzücken dann,
dass der Winter unbekümmert heute Nacht
uns all die Flocken schenkte.

Es roch so frisch, so heimelig.
Gar war es warm in eisig Winterkälte,
als ob´ s ein Traum nur wär´.

Der doch nicht bleiben kann.
Die Freude flog herein gleich mit.
Flüsternd vom Geheimnis dann.

Winterzauber Sein
ist völlig ohne Preis.
Taucht glitzernd Schnee so gütig
die ganze Welt in Weiß.

So pack ich Handschuh,
Schal und Mütze.
Erfreu´ mich wie ein Kind.
Dass knirschend süß verhallt in ihm
mein leichter, spielend Schritt - und die Welt gleich mit.

© 1.12.20 

 

Winter Tag.
Nach rauer Nacht.
Am Morgen dann das erste Licht.

Mach hoch die Tür.
Erheb´ das Herz.
Den Geist mach klar.
War verschwunden – nicht.

Als ob der Mensch nach Hoffnung strebt.
Weil er vergisst.
Vergisst.
Vergisst.

Erinnert Stille – Diese.
Die ihn mit jedem Atemzug belebt.
Sein zeitlos Wesen - Wahrheit nicht.

Braucht 4 Kerzen und ein Ritual,
um Grund und Sinn und Kraft zu schau´n.
Statt zeitlos auf das Wunder bau´n,
das in schlichter Einfachheit
so offensichtlich doch er selber ist.

Sei doch ganz ruhig und ohne Sorg´.
Das was du bist verlässt dich nicht.
Gleichwohl was dein Leben spricht.
Ist immer hier – so warm und klar.

Winter Tag - nach rauer Nacht.
Im Augen Blick ein zeitlos Licht.
Voll Freud´ entzünd´ ich Kerz´ um Kerz´.
Da Verständnis weit und klar
mir unvergesslich, unauslöschlich
nur Erlösung hat gebracht.

D´rum freu´ ich mich und feier´
in stillem Schweigen heut´.
Nicht nur an den Adventen
und in der Weihnachtszeit.

Weil das was Wahrheit ist,
Duft der heil´gen Nacht
mir näher ist als nah.
Unverlierbar ohne Enden.

Bin doch selbst das Licht der Welt.
Und du und du und du.
Ist das nicht unglaublich
und erlebbar zeitlos wunderbar,
wie es wirklich ist bestellt?

Winter Tag – nach rauer Nacht.
In jedem Augen Blick das Licht, die Schau.
So dankbar voller Mut.
Auf dass ich schöpf ´aus gutem Grund.
Für dich und mich.
Das Leben.
Bin Kerzenlicht – Advent und Weihnachtstag.
Was immer auch g´rad ist und noch kommen mag.

Brauchst keine Kirche, Guru, Priester,
Lehren, Dogmen noch und noch.
Mantren, Angst und 10 Gebote.
Verwirrend mahnend früh bis spät.

Dass´ die Natur - so rein, dein Funke.
Dein eigen Klang dir Führung.
Lass dich ganz unbedingt auf Leben ein.
Du Mensch im Erden Kleid - willig Tempel sein.
Und unsterblich Seele – still Gebet.

© November 2020

Mit einem duftend Blumenstrauß reiner Poesie.
Bin ich hier und hier und hier.
Zwar müde auch, doch nicht verzagend,
inmitten von all dem wie nie.
Als Abenteurerin im frischen Ungewiss´
atmet mich der Ewigkeiten Grün.
Der Herbst – er pflückt das Alte.
Erblüht der einzig Anfang – mein.
Dieser Friede zwinkernd wahr.
Aus seinem Glanze weht in jedem Wort
und auch dazwischen seine Stille
geheimnisvoll zu dir.
Auf dass wir klarer seh´n in Balde.
Lass uns gesammelt – gütig, voll Geduld
als tiefes Urvertrau´n,
nur So - sein kraftvolles Er Leben sein.

© 12.11.20

Rote Sterne spannen Netze.
Brennen Tücher um die Welt.
Feuer eilen heiß durch´s inn´re Himmelszelt.
Schicksalsbühnen – dunkle, helle.
Sichtbar glühend in die Welt gestellt.

Nichts bleibt verborgen hier im Licht.
Wirst verlieren dein Gesicht.
Fallend schwinden alle Masken.
Dunkel rot und schwarz und zart
hörst du sprechen dein Gericht.

Gütig zeugt´s der Wahrheit Stille.
Dem Laufe der Natur.
Dem Geschick der Erde treu versprochen.
Ihrer Seele Sterne nur.

Was sich bis jetzt nur selbst an sich vergnügt.
In Gier und falscher Macht vereint.
Bricht Feuer auf – zeigt hohlen Schein.
Weil sich´s nicht mehr jetzt genügt.
Aus Hörensagenwissenglauben
stürzen alte Welten.
Auch wenn sie trüglich
noch so gut gemeint.

Vergehen deine Himmel, alle Höllen.
Am Horizont in naher Ferne.
Regnet´s rote Sterne.
Aus dem Großen lang herab.
Nicht länger soll ein einverstanden sein,
deiner schalen Lüge Sprache sein.
Leg alles Falsche ab.
Hinein ins ewig Grab.

Rote Feuer spannen heiße, klamme Tücher.
Verbrennen täuschend Schleier – Schleim.
Pressen dich ins ganz allein.
Ihre brennende Geburt
kann deine Einsseinsfeier sein.

Was wirst du tun, wer wirst du sein
wenn wirklich eins du bist?
Du staunend siehst.
Dein roter Stern die Erde küsst.
Ferne Welten brechend sinken.
Aus der Dunkelheit begrüßt sich leise
an den Toren aller Zeiten
Zukunft und Lebendigkeit.
So geliebt auf ihre Weise.

Ihr Licht strahlt auch zum zweiten Ich.
Nichts bleibt verborgen nun.
Ein Feuerlauf, ein Flächenbrand
zum Dritten und zum Vierten,
nur um streng und weise dir
klar den Weg zu winken.

Versteh´die Sprache dieser Sterne.
Scheint ihre glühend Leidenschaft.
Begeistert Neues sich erschafft.
Verkraftet sich ihr Leid, ihr Tod,
das Perverse und das Fremde,
ward Heilung tief aus sich beizeit.
Doch anders als erdacht.

Es spielt die Liebe hier ihr gütig Lied.
Vom Leben und vom Tod.
Auch wenn es laut ertönt voll Macht.
In Notenklängen klar und echt,
dass du und ihr nicht Schein
nur denkt, sondern Leben sprecht.

Euch neu aufs neu versöhnt an jedem Tag.
In jener Nacht.
Jedes weg seh´n nun verpönt.
Und nicht mehr lauer Trance nur frönt.

Der roten Sterne steigend Untergang
ist ihr kraftvoll Tanz für alle Menschen.
Ist aufgestieg´ner Fall.
Erweckend Jene aus ihren schrill´ Gesängen.
Im Zeugnis einer Neugeburt.
Wenn Feuer brennend All belebt.
Überall in einem fort.
Jeden führt an seinen Ort.
Empfangend prüfend ganz gemäß
nach seinem Wahrheitswort.

Verweh´n alle Farben dann
in diesem eingebor´nen Klang,
durchdrungen bis zur Leere All,
wirst du als Erste wissen.
Dann - ist Funkenfeuer ihr Gesang
das erste, zweite - alles bang.
Bis es ruft nach Haus zurück.
Auf dass du siehst dein wahres Glück.

So dass am End´ beginnend bleibt,
was der Frohsinn der Natur.
Vor aller Anfang ist schon da
völlig rein und pur.
Als Stern, als rot.
Als Feuer – Licht.
Als wahres Ich – ein glühend Funke.
Leben zugewandt – verpflichtet nur.

Verkörpert Wahrheit eins und eins.
Und auch das Dritte und das Vierte.
Im All vereint – so kostbar schlicht.
Es laut – ganz klar
So dass du´s hörst und fühlst.
Erkennend wahr
vom tiefen Sinn dir spricht.

© November 2020

Ich bin der Friede,
der lässt dich nicht ruh´n.
Nicht so wie du´s dir ersehnst.
Ich komm` neckisch als pralles Leben zu dir,
immer dann wenn du schläfst.
Du dich jedoch so aufgewacht und am Ende wähnst.
Tanze mit dir auf dem Grab halben Wissens.
Ich bin der Friede, der dich unendlich liebt.
D´rum lad´ ich dich ein wie das Leben zum Tanze.
So kitzle ich dich hier und da,
wirb´le dich ´rum, hui -
wie ein Herbstblatt im Kreis,
so wild - inmitten des Ganzen.
Hör´nicht auf dich zu küssen.
Kannst dich erfreuen hier an dem Glanze,
wo Ewigkeit die Zeit verweht.
Und Endlichkeit im Sinn aufgeht.
Denn in Wahrheit bist du doch wie ich.
Unsterbliches – Ewiges Licht.

© November 2020

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