Entlassen ganz ins Niemandsland.
Entwurzelt bar der Täuschung.
Gesammelt warten.
Lauschen – so All Ein.

Alte Erde ward verbrannt.
Neue Wurzeln wachsen leise.
Stille Rhythmus der Natur als noch unsichtbares Grün.
Ein einzig Licht weist mir den Weg, so zart und hell und würdig.
Ist Wahrheit nur, die meine.
Im Funke sein, ein magisch strahlen, wie der Stern von Bethlehem.

Einstig Schein des Irrwegs Macht,
jeder Lärm der Irrlicht Pracht hat mich verlassen,
samt all ihrer Besitzer.
So bedeutungslos verloren in falschen, finst´ren Allen.
Es war ein zündend Stern aus funkelnd Nichts,
der meinem Herzen Klarheit, meinem Geiste Mut
und meinen wunden Füßen Zuversicht
zu neuer Wege Kraft gebracht.

So weist er mir den Kurs durch sein Wahrheitslicht.
Hinter mir nur Leere All samt aller fremder Lügen.
Nur Rauch und Schall gewesenes.
Vor mir nur sein Feuer und sein Glanz.
Boden ist mir hier - mein Grund und Sinn in Einfachheit,
der ich mir selber bin.

Woher kommt meine Sicherheit, dass es nun das Echte ist?
Fühlt sich an gesund und rein.
Falsches weicht von ganz allein in klarer Schau.
Der Täuschung Macht samt ihrer Spiele und so mancher Schleier
an Dem nicht haftet dann.

Ist Raum und Zeit, mein Ich allein so frei,
dass meine Seele atmen kann, in sanfter Brise – kühl.
Erstrahlt der Zukunftsstern am Himmel, dem deinen,
steigt auf der Stern von Bethlehem
aus dem Großen, dem All Einen.
Erreicht mich hier so gütig im Gebet,
selbst in meinem kleinen.

Weil er mich so sicher führt – bin ich in Seele Ganzheit tief berührt.
Mein Weg ergibt sich aus des Atem All.
Von Augen Blick zu Augenblick.
Von Atemzug und Atemzug, den ich nicht machen kann,
weil er aus Gnade wohl geschieht.

Von Schritt zu Schritt, den ich alleine gehen muss,
ich unermüdlich wachse, reife und erblühe.
Und ist dann reif die Zeit
im Losgelöstsein frei vergehe,
auf dass Neues aus mir werden kann.

© 16.9.20